Drainage verlegen – selbst gemacht

Wann ist eine Drainage sinnvoll?

Feuchtigkeit setzt auf Dauer jedem Gebäude zu – ganz besonders gilt dies für Eigenheime in Hanglage. In diesen Fällen kann es eine gute Lösung sein, eine Drainage zu verlegen und somit Haus und Grundstück buchstäblich trocken zu halten. Zugleich beugt der Hauseigentümer damit Schäden wie feuchten Wänden oder gar Schimmelbildung vor. Aber längst nicht nur Hanglagen sind dafür prädestiniert, eine Drainage zu verlegen. Auch bei Böden, die einen hohen Lehm- oder Tonanteil aufweisen, kann eine Drainage sinnvoll sein, damit Feuchtigkeit wie etwa nach Regenfällen besser und schneller abfließen kann. Gerade bei älteren Gebäuden ist der Nachholbedarf groß: In früheren Zeiten wurde es oft versäumt, eine Drainage zu verlegen. Dabei lässt sich dies heute mit etwas Geschick und handwerklicher Erfahrung durchaus in Eigenregie realisieren.

Sorgfältige Vorbereitung der Drainage

Um eine Drainage zu verlegen, benötigt man geeignete Noppenbahnen, handwerkliches Geschick und etwas Werkzeug. In manchen Fällen kann ein Mini-Bagger hilfreich sein, um zunächst das Mauerwerk freizulegen. Um die Wand freizugraben, sollte man sich vorsichtig bis zur Kellersohle vorarbeiten. Aber Achtung: Ein zu starkes Freilegen kann die Stabilität gefährden, daher sollte man hier mit Bedacht vorgehen oder sich bei Bedarf fachliche Unterstützung ins Haus holen. Ab dem nächsten Arbeitsschritt können Heimwerker dann normalerweise wieder alleine vorgehen: Zunächst, indem sie die Außenwand säubern, sie dann trocknen lassen und eventuelle Schäden und Löcher ausbessern oder verputzen. Anschließend wird die Wand mit dauerelastischem Bitumen gestrichen.

Drainage verlegen

Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen, folgt das eigentliche Drainage verlegen – etwa mit speziellen Noppenbahnen mit Filtervlies. Als oberer Fixierpunkt sollte dazu die Oberkante der Grundmauer genutzt werden, etwa 10 Zentimeter über dem Dichtanstrich. Den unteren Fixierpunkt legt man oberhalb des Drainagerohres an. Besonders praktisch und zeitsparend ist es, die Noppenbahn direkt von der Rolle zu verlegen – so ist die Arbeit im Handumdrehen erledigt. Wichtig dabei: Die Noppen der Noppenbahnen sollten dabei stets zur Wand und das Filtervlies zum Erdreich hin ausgerichtet sein, damit Feuchtigkeit gut und ungehindert abfließen kann. 

Bahnen dicht verbinden

Damit die Drainage zuverlässig ihren Zweck erfüllt, sollte sie gut abgedichtet sein. Dazu trägt bei, die Noppenbahnen mit einer Überlappung von rund 10 Zentimetern zu verlegen. Spezielles Klebeband kann zusätzlich für dichte Verbindungen sorgen. Durchlässe für Rohre und Ausschnitt für Fenster werden passend mit einer Klinge vorgenommen. Je nach Ausführung des Drainagematerials folgt als nächstes die Befestigung im Nagelrand oder mit speziellen Dübeln zur Montage. Ein Abdeckprofil sorgt für einen sauberen Abschluss – schon kann der Heimwerker das Drainage verlegen abschließen. Anschließend wird natürlich der geöffnete Graben noch geschlossen. Spätestens beim nächsten Starkregen wird der Hausbesitzer feststellen, dass sich das Drainage verlegen für ihn und für den Werterhalt seines Eigenheims gelohnt hat.

© 2018 Gutta Group